Anbieter: Altes Gewürzamt

Kubeben Pfeffer

9,35 €5,76 €Im Angebot
Inhalt
Menge

Beschreibung

Kubeben Pfeffer vom Alten Gewürzamt, fruchtig und balsamisch

Kubeben Pfeffer vom Alten Gewürzamt ist ein Stielpfeffer von Java, Sumatra und Sri Lanka, fruchtig im Duft und mit leiser Bitterkeit dahinter. An seinem vertrockneten Fruchtstiel erkennt man ihn sofort, und über Schmorgerichten legt er eine balsamische Tiefe an.

Kubeben Pfeffer ist eine Rarität vom Alten Gewürzamt aus Klingenberg am Main, in der 50-Gramm-Dose ganz und ungemahlen abgefüllt. Piper cubeba heißt die Art botanisch, eine eigene Verwandte des schwarzen Pfeffers, mit viel ätherischem Öl und wenig Schärfe.

Fruchtig, herb, mit einem Hauch Eukalyptus

Aus der geöffneten Dose steigt ein Duft auf, der pfeffrig und fruchtig zugleich wirkt, mit einer klaren Ahnung von Piment darin. Über einem kurz gebratenen Steak kommt ein Hauch von Eukalyptus und Kampfer dazu. Von einem Korn dieser Farbe erwartet man ihn kaum.

Herb, balsamisch, mit Frucht dahinter: So würzt ein eigenwilliger Charakter, der seine Kraft nach hinten legt und vorn niemals sticht. Die Schärfe hält sich zurück, denn im Korn steckt deutlich weniger Piperin als im schwarzen Verwandten. Dafür trägt die Beere umso mehr ätherisches Öl in sich.

Ein gutes Zehntel des getrockneten Korns besteht aus diesem Öl, ein Vielfaches dessen, was ein gewöhnliches Pfefferkorn mitbringt. Daher füllt sich die Küche schon beim Öffnen der Dose mit Aroma. Auf der Zunge dagegen kommt am Ende eine milde, fast süßliche Wärme an.

Zu Schmorbraten, Rotkohl und Wildsauce

Herzhaftes liegt diesem Pfeffer am besten, und Fleisch wie Gemüse nehmen seine würzig-herbe Art bereitwillig an. Frisch im Mörser zerstoßen und über ein kräftiges Schmorgericht gestreut, sorgt die balsamische Seite für Tiefe.

Der Mörser ist dabei keine Stilfrage, denn der harte Stiel verhakt sich in jedem Mahlwerk, das auf runde Körner ausgelegt ist. Geschmorter Rotkohl bekommt von zwei zerstoßenen Körnern eine überraschende Wendung. Im Rotweinsud für Birnen holt dieselbe Menge die Frucht ab.

Zu einer Wildsauce hält er ebenso gut, weil seine Frucht die dunkle Röstnote des Bratensatzes aufnimmt und weiterträgt. Dosiere sparsam und gib ihn spät dazu, denn je länger er mitkocht, desto stärker tritt das Herbe hervor. Zwei bis drei Körner würzen bereits einen Topf für vier Personen. Wie er in Gesellschaft schmeckt, zeigt die Mélange Noir, und im Gewürzsalz Poivres Rares trifft er auf Meersalz und langen Pfeffer.

Eine Rarität im Alten Gewürzamt

Im Handel ist die Kubebe kaum noch zu finden, und gerade darum hat sie im Alten Gewürzamt ihren Platz behalten, wo nach solchen Sorten gesucht wird. Geerntet wird die Beere unreif und in der Sonne getrocknet, wobei ihre Haut sich runzelt und tief dunkelbraun färbt.

Über den arabischen Handel kam sie im Mittelalter nach Europa. In den Rezepten der Fürstenküchen stand sie teuer, bis der schwarze Pfeffer über den Seeweg allgegenwärtig wurde und sie verdrängte. Angebaut wird sie bis heute vor allem auf Java und Sumatra, dazu auf Sri Lanka, und weil kaum jemand danach fragt, sind die Mengen klein geblieben.

In die Dose kommt die ganze, ungemahlene Beere, wie es das Alte Gewürzamt bei allen Pfeffern hält. Seinen Platz hat er in der Pfeffer-Auswahl, und wer danach weiterstöbern will, findet gleich daneben das Sortiment vom Alten Gewürzamt.