Anbieter: Pfeffersack und Soehne
Tellicherry Pfeffer – Keramikdose
Beschreibung
Tellicherry Pfeffer, die späte Ernte von der Malabarküste
Der Pfeffersack und Soehne Tellicherry Pfeffer ist eine indische Rarität: Die Beeren reifen länger am Strauch als gewöhnlicher Pfeffer und werden kurz vor der Vollreife von Hand geerntet. Große braune Körner, nussig-warmes Aroma – 60 Gramm in der Westerwälder Keramikdose.
Der Tellicherry Pfeffer von Pfeffersack und Soehne gilt vielen als einer der besten Pfeffer der Welt – und seine Besonderheit ist schlicht Geduld: Die Beeren bleiben länger am Strauch, reifen fast vollständig aus und werden erst dann von Hand geerntet und schonend getrocknet. Das Ergebnis sind auffällig große, braune Körner mit warmem, nussigem Aroma.
Nussig, warm und angenehm in der Schärfe
Wer Tellicherry zum ersten Mal frisch mahlt, riecht den Unterschied sofort: Statt beißender Schärfe steigt ein warmer, fast röstiger Duft auf, nussig und tief. Im Essen baut sich die Schärfe langsam auf, rund und kontrolliert – sie begleitet das Essen, statt es zu überfallen.
Diese Ausgewogenheit macht ihn zum Allrounder: Er verträgt sich mit anderen Gewürzen, ohne unterzugehen, und würzt vom Steak bis zur Erdbeere erstaunlich vielseitig. Groß, braun und gelassen – ein Pfeffer mit der Ruhe der späten Reife.
Echten Tellicherry erkennst du übrigens schon im Glas: Die Körner sind sichtbar größer als gewöhnlicher schwarzer Pfeffer, die besten Qualitäten messen über 4 Millimeter – nur diese Kaliber dürfen den Namen tragen. Größe ist hier keine Angeberei, sondern gespeicherte Reifezeit.
Mühle, Mörser und Schmortopf
Frisch gemahlen oder grob gemörsert entfaltet der Tellicherry sein volles Aroma – über kurzgebratenem Fleisch, cremigen Saucen, Pasta cacio e pepe oder einer einfachen Tomate mit gutem Öl. In Suppen und Eintöpfen dürfen die ganzen Körner mitziehen und am Ende wieder herausgefischt werden.
Auch Süßes mag den warmen Inder: Eine Spur über Erdbeeren oder dunkler Schokolade öffnet beide auf verblüffende Weise. Sparsam starten, herantasten – der Charakter wächst mit jeder Umdrehung. Mehr gemahlene und ganze Charaktere findest du in unserer Kategorie Pfeffer.
Carbonara und gereifter Käse holen seine Würze am deutlichsten heraus – überall dort, wo wenige Zutaten dem Pfeffer wirklich zuhören. Ganze Körner verlieren ihr Aroma erst, wenn die Mühle sie weckt; so trägt die Dose durch viele Monate guter Abende.
Seit 2011 füllt die Koblenzer Manufaktur ihre Schätze in die schwarzen Dosen – 60 Gramm Tellicherry warten hier auf ihren Auftritt, nussig, warm, geduldig gereift. Für den Vorrat gilt wie immer: dunkel lagern, ganz lassen, frisch mahlen.
Aus Kannur, das einst Thalassery hieß
Echter Tellicherry stammt ausschließlich aus der indischen Region um Kannur an der Malabarküste. Der Name ist koloniales Erbe: Britische Gewürzhändler machten aus der Hafenstadt Thalassery kurzerhand „Tellicherry" – und so heißt die Sorte bis heute auf der ganzen Welt.
Pfeffersack und Soehne – die Koblenzer Gewürzmanufaktur der vier Gründer Tom, Raphael, Stefan und Christian – bezieht die Körner direkt aus dem Ursprungsland und füllt sie naturrein und ganz in die schwarze Keramikdose aus dem Westerwald. Hinter Keramik und Kork bleiben die ätherischen Öle geschützt, bis die Mühle ruft.
Wer den Bruder von derselben Küste kosten will, greift zum Malabar Pfeffer, das wilde Gegenstück wächst im Madagaskar Urwaldpfeffer – und alle Dosen versammelt Pfeffersack und Soehne. Geduld schmeckt man eben.



