Anbieter: Kohl Bergapfelsaft
Wintercalville – Magnum
Beschreibung
Kohl Grand Cru Wintercalville, ein Apfel für den Zarenhof
Der Kohl Grand Cru Wintercalville ist ein sortenreiner Direktsaft aus einer Apfelsorte, welche schon vor 1600 in Frankreich gezogen wurde. Naturtrüb und unfiltriert in der Magnum, mit Duft nach weißem Pfirsich und gelben Pflaumen.
Wintercalville ist der zweite Grand Cru von Thomas Kohl – und ein Bergapfelsaft der besonderen Art. Selbstverständlich verwendet Kohl nur Äpfel aus eigenem Anbau; in seiner Presse am Ritten kommen am liebsten die alten Sorten unter die Spindel, und das ausschließlich als Direktsaft.
Das Fruchtfleisch dieses Apfels ist gelblich, zart, sehr fein und locker, mit Duft nach weißem Pfirsich und saftigen gelben Pflaumen – daraus entsteht ein Bergapfelsaft mit eigenem Charakter: saftig, elegant, aromatisch. Schon der Name führt in kalte Gegenden. Eine Reise, welche die Wintercalville tatsächlich gemacht hat.
Zu Ostern 1913 an den Zarenhof
Vermutlich wurde die Sorte schon vor 1600 in Frankreich gezüchtet; 1598 erwähnte sie Johann Bauhin im württembergischen Bad Boll unter dem Namen Weißer Züricher Apfel. Ihr Stammbaum reicht damit bis ins 16. Jahrhundert zurück – eine Sorte, die es lange vor den meisten heute üblichen Äpfeln gab.
Ihr Ruf trug sie bis an die Höfe Europas. Zu Ostern 1913 ging die beste Sortierung der Meraner Calville-Äpfel an den Zarenhof: 3 österreichische Kronen kostete dort ein einziger Apfel, umgerechnet 2,55 Mark. Und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden für besonders schöne Früchte zwischen 0,50 und 1,50 Reichsmark pro Stück bezahlt – bei einem Monatsgehalt von 412 Reichsmark, welches ein Inspektor damals verdiente. Ein Apfel, verkauft wie ein Schmuckstück, nach Stück und nicht nach Gewicht.
Ananas und Erdbeeren mit Champagner
Wie dieser Apfel schmeckt, hat J. P. Mayer schon 1801 aufgeschrieben – genauer ist es seither kaum beschrieben worden.
Das Fruchtfleisch sei „von einem so ausgesuchten Weingeschmak, daß man Ananas zu essen glaubt, oder, Erdbeeren, die mit Champagner angemacht sind", notierte er. Zweihundert Jahre später steht genau dieser Apfel wieder am Ritten – und im Glas findest du wieder, was Mayer beschrieben hat. Blind verkostet tippt bei diesem Saft kaum jemand auf Apfel.
Der Wintercalville-Baum ist empfindlich und braucht einen kräftigen, guten, warmen Boden. Genau den kann Thomas Kohl ihm auf seinen Obstgärten zwischen neunhundert und tausend Metern bieten – einer der Gründe, warum diese Sorte hier gedeiht, wo andere sie längst aufgegeben haben.
Naturtrüb, sortenrein, in der Magnum
Der Grand Cru wird als Direktsaft gepresst, naturtrüb belassen, sanft in der Flasche pasteurisiert und nicht gefiltert – abgefüllt in die Magnum mit 1,5 Litern.
Die große Flasche zeigt, welchen Rang dieser Saft hat, wie Thomas es hält: Ein Saft wie dieser wird zu einem Anlass geöffnet und nicht nebenbei getrunken. Sortenreiner Bergapfelsaft ist seine Spezialität, und beim Wintercalville zeigt sich das besonders: feine Aromen von weißem Pfirsich und gelben Pflaumen, in dieser Kombination selten geworden.
In Frankreich gilt er als Gourmetapfel
Gut gekühlt bei 8 bis 12 Grad begleitet der Wintercalville Pasta, vegetarische Gerichte, helles Fleisch oder den Aperitif. In Frankreich gilt der selten gewordene Apfel bis heute als Gourmetapfel, wird zum Dessert gereicht und gern für Apfelkuchen verwendet – zu einer Tarte aux pommes passt sein Saft entsprechend gut. Den anderen Grand Cru findest du unter Ananasrenette, beide stehen bei Kohl Grand Cru beisammen; die kleineren Flaschen warten in der Kohl Gourmet Kollektion.



