Anbieter: Cantina Kurtatsch
Weißburgunder Hofstatt – 2023
Beschreibung
Der Lagenwein Weißburgunder Hofstatt von der Cantina Kurtatsch aus dem Eichenfass
Der Weißburgunder Hofstatt von der Cantina Kurtatsch ist ein Lagenwein aus Südtirol, gewachsen an einem Steilhang oberhalb des Dorfes Kurtatsch. Kein Verschnitt aus vielen Parzellen und kein wuchtiger Holzwein, sondern ein Pinot Bianco mit neun Monaten im großen Eichenfass.
Der Weißburgunder Hofstatt von der Cantina Kurtatsch ist der Lagenwein der Terroir-Linie, gefüllt in 750 Milliliter und trocken ausgebaut. Hofstatt heißt der Hang, dessen Sand- und Kiesböden Dolomit, Quarz, Glimmer und Tonmineralien mitbringen. Aus dieser Herkunft kommen filigrane Apfelfrucht, reife Limette und Zitronenmelisse, getragen von 13,5 Prozent Alkohol und einer Textur, welche das Holzfass rund geschliffen hat.
Goldener Kern und geschmeidige Textur
Strohgelb mit goldenem Kern steht der Hofstatt im Glas, sichtbar tiefer gefärbt als ein Weißburgunder aus dem reinen Stahltank.
In der Nase liegen filigrane Apfelfrucht, reife Limette und Zitronenmelisse, dahinter die Noten alpiner Blumen und Kräuter. Am Gaumen wirkt er geschmeidig und breit, ohne seine Spannung zu verlieren, und im langen Abgang meldet sich die salzige Mineralik des Hangs.
Die lebhafte Säure läuft dabei nicht vorneweg, sondern unter der Textur her. Das ist der Unterschied, den neun Monate im großen Eichenfass ausmachen. Ein Weißburgunder ohne diesen Umweg über das Holz bleibt schlanker und vergisst sich schneller wieder.
Zu Saibling und gereiftem Bergkäse
Dieser Lagenwein verlangt nach Essen, denn als reiner Aperitif verschenkt man seine ganze Mitte. Der Preis dafür ist ein Wein, welcher am nackten Tisch ein wenig unbeschäftigt wirkt.
Zu gebeiztem Saibling, zu Kalbsbries und zu gereiftem Bergkäse findet er sein Gegenüber, und auch ein Risotto mit Steinpilzen hält er mühelos aus. Eingeschenkt wird er wärmer als ein einfacher Weißburgunder, bei zwölf bis vierzehn Grad, sonst bleibt die Frucht verschlossen.
Wer danach rot weitertrinken will, greift zum Blauburgunder aus demselben Haus, und leichter wird es mit dem leichten Grauvernatsch.
Ein Steilhang, der wenig hergibt
Hofstatt ist kein hübscher Etikettenname, sondern ein Hang mit Namen, und wer dort erntet, tut das ausschließlich zu Fuß.
Der Ertrag ist auf 55 Hektoliter je Hektar gedeckelt, deutlich unter dem, was die Herkunftsregeln erlauben würden. Weniger Trauben je Stock bedeutet mehr Substanz in jeder einzelnen, und genau diese Substanz braucht ein Wein, der ins Holz soll.
Nach der Gärung im Edelstahl geht er für neun Monate ins große Eichenfass und liegt dort auf der Feinhefe. Ein solches Fass fasst ein Vielfaches eines Barriques, und je größer es ausfällt, desto weniger Holz berührt den einzelnen Liter Wein. Großes Holz gibt deshalb keinen Vanilleton, es gibt Luft und Zeit. Mundus Vini zeichnete den Jahrgang 2023 mit Gold aus.
Er hat noch Jahre vor sich
Ein junger Hofstatt zeigt nicht alles auf einmal, und wer die Flasche gleich am Abend des Kaufs öffnet, entkorkt sie besser eine Stunde vorher.
Fünf bis sechs Jahre stehen ihm gut zu Gesicht, und in dieser Zeit wird aus der klaren Frucht ein Ton von Quitte und Nuss. Danach bleibt er noch lange trinkbar, verliert aber die Limette, welche ihn jung so hell erscheinen lässt. Weitere Lagenweine warten im Sortiment der Cantina Kurtatsch. So schmeckt eine Lage.
Herkunft, Werte und Auszeichnungen
- Herkunft Wein aus Italien
- Anbaugebiet Südtirol - Alto Adige DOC
- Rebsorte Pinot Bianco (Weißburgunder)
- 13.5% vol. Alkohol
- 6.0 g/l Säure
- 2.4 g/l Restzucker
- Auszeichnungen 2023: 95 Punkte Wine Enthusiast, 93 Punkte Falstaff, 92 Punkte James Suckling, 90 Punkte Vinum, 90 Punkte Decanter World Wine Awards, Gold Mundus Vini



