Anbieter: Lantenhammer
Raritas – Walnuss Likör
Beschreibung
Raritas Walnuss Likör von Lantenhammer aus grünen Walnüssen
Raritas Walnuss Likör von Lantenhammer ist ein klarer Nusslikör aus grünen, halbreifen Walnüssen, angesetzt in der Tegernseer Schlossbrennerei. Künstliche Aromen kommen keine hinein, und cremig ist er auch nicht, sondern schlank und nussig.
Raritas Walnuss Likör ist der Nusslikör der Lantenhammer Destillerie aus Oberbayern, mit 30 Prozent Alkohol in der 500-ml-Flasche. Für ihn werden grüne Walnüsse geerntet, solange sie noch halbreif sind, und in reinem Alkohol angesetzt. Aus dem Herzstück dieses Ansatzes komponiert die Brennerei den fertigen Likör.
Walnussbraun mit einer Mandelseite
Im Glas zeigt sich der Likör in hellem Walnussbraun, und der Duft ist kräftig und frisch nussig, mit einer dezenten Süße dahinter. Von der Tinte, die manche Walnusslikör-Flasche im Glas hinterlässt, ist hier nichts zu sehen.
Im Mund führt die milde Süße, darüber liegt der ausgeprägte Geschmack grüner Walnüsse, und ganz am Rand steht ein Hauch Vanille. Bemerkenswert ist, wie sehr das Ganze an süßliche Mandel erinnert und wie wenig an die Herbe reifer Walnüsse. Das Mundgefühl bleibt weich, ohne cremig zu sein, und der Eindruck hält lange an.
Das macht ihn zu einem anderen Tier als die üblichen Nussliköre. Wo dort Sahne für Fülle sorgt, steht hier die Nuss allein da, klar und unverstellt, und genau darum schmeckst du sie so deutlich.
Als Digestif oder im heißen Kaffee
Nach dem Essen, pur und bei Zimmertemperatur getrunken, zeigt der Walnuss Likör am meisten von seiner Nuss.
Auf einem großen Eiswürfel wird er frischer und leichter, im heißen Kaffee oder im Wintertee dagegen wärmend. In der Küche kommt er in Nusskuchen, über Vanilleeis oder in eine Mascarponecreme, wo die Mandelnote überraschend gut aufgeht. Zu einer Platte mit gereiftem Bergkäse und Walnüssen ist er ein naheliegender Abschluss, und zu dunkler Schokolade ebenfalls.
Grün geerntet, weil reif zu spät ist
Der ganze Charakter dieses Likörs hängt am Erntezeitpunkt. Die Walnüsse werden grün und halbreif gepflückt, wenn die Schale innen noch weich ist und die Frucht ihr Aroma noch nicht ans Holz abgegeben hat.
Ein paar Wochen später wäre die Nuss reif, hart und herb, und daraus entstünde ein ganz anderer, deutlich bitterer Likör. Genau dieses schmale Zeitfenster erklärt die süßliche Mandelnote, welche man hier statt der erwarteten Herbe findet.
Die Nüsse werden anschließend in reinem Alkohol mazeriert, also über Wochen ausgezogen, bis der Alkohol Farbe, Duft und Aroma aufgenommen hat. Aus dem Herzstück dieses Ansatzes wird der Likör dann zusammengesetzt, und künstliche Aromen braucht es dafür nicht, weil die grüne Nuss selbst genug mitbringt.
Grüne Walnüsse haben in Europa eine lange Geschichte, vom italienischen Nocino bis zum französischen Vin de Noix, und überall dreht sich alles um denselben Termin im Juni. Wer zu spät kommt, macht einen anderen Likör.
Gearbeitet wird in der Tegernseer Schlossbrennerei, wo Destillateurin Christina Kölbl die Raritas-Linie führt. Magst du es cremiger und dunkler, steht der Schoko-Haselnuss-Likör daneben, und das ganze Sortiment vom Schliersee gleich dahinter.
Enthält Walnüsse.



