Anbieter: Maison Sassy
Poiré Le Vertueux – Birnen Cidre
Beschreibung
Poiré Le Vertueux perlt leicht aus zwölf Birnensorten
Der Poiré Le Vertueux ist ein Birnen Cidre aus der Normandie, gekeltert aus zwölf einheimischen Birnensorten. Mit 2,5 % vol trägt er weniger Alkohol als jeder Sekt und zeigt sich fruchtiger und weicher als sein Kompagnon aus Äpfeln.
Birnen Cidre heißt in Frankreich Poiré, und der Le Vertueux von Maison Sassy kommt aus Manneville-la-Pipard in der Normandie. Zwölf einheimische Birnensorten gehen in die Presse, der Most vergärt temperaturgesteuert und wird früh gestoppt – deshalb bleiben 41,9 Gramm Restzucker je Liter im Glas und nur 2,5 % vol Alkohol. Le Vertueux, das heißt der Tugendhafte.
Birne, Blüte und ein feines Mousseux
In der Nase steht reife Birne, dahinter etwas Blüte und ein Hauch Honig, wie an einem Spätsommertag unter dem Birnbaum.
Am Gaumen perlt er fein und ausdauernd, das Mousseux trägt die Frucht, ohne sie zuzudecken. Mit 4,38 Gramm Säure je Liter bleibt er fruchtig, saftig, unangestrengt – die Süße lehnt sich an, drängt sich aber nicht auf.
Strohgelb mit einem Schimmer ins Goldene steht er im Glas, und wenn du ihn einschenkst, hält die Perlage länger, als man es einem so leichten Getränk zutraut. Das liegt an der Gärung: Wird sie früh gestoppt, bleibt die Kohlensäure fein und die Frucht unversehrt, während ein durchgegorener Most härter und trockener ausfällt. Genau darin unterscheidet sich Cidre vom Wein.
Zur Galette, zum Käse, zur Birnentarte
Der Poiré mag alles, was aus Butter, Teig und Frucht gebaut ist, allen voran die herzhafte Buchweizen-Galette der Normandie.
Gut gekühlt bei sechs bis acht Grad kommt er ins Weißweinglas statt in die schmale Flöte, denn die Frucht braucht Platz zum Atmen. Zu gereiftem Käse macht er sich ebenso gut wie zur Birnentarte mit Crème fraîche, und auch ein Stück kräftiger Blauschimmel verträgt sich mit seiner Süße erstaunlich gut.
Weil dieser Birnen Cidre so leicht gebaut ist, trägt er auch durch einen langen Nachmittag, an dem du danach noch etwas vorhast. Als Aperitif macht er ohnehin eine gute Figur, und im Sommer wird aus ihm mit einem Zweig Minze und ein paar Eiswürfeln ein Aperitif ohne großes Aufheben. Wer es herber mag, greift zum Cidre L'Inimitable aus Äpfeln, und mehr Flaschen dieser Art stehen in unserer Cidre-Auswahl.
Zwei Jugendfreunde und das Château de Sassy
Pierre-Emmanuel und Xavier gründeten Maison Sassy im Jahr 2014, zwei Normannen, welche den Cidre ihrer Kindheit aus der Verstaubung holen wollten.
Getrunken wurde er auf dem Château de Sassy, wie Xavier es von Kindheit an kannte, dem Familiensitz mitten in der Normandie, wo Cidre so selbstverständlich zum Leben gehört wie anderswo der Wein. Als die beiden anfingen, galt Apfelwein in Frankreich als Getränk der Großeltern, bestenfalls als Beigabe zur Crêpe. Sie stellten ihn in schlanke Flaschen, gaben ihm ein Etikett mit Haltung und servierten ihn dort, wo sonst Champagner ausgeschenkt wird.
Gekeltert wird im Clos Noirval bei Manneville-la-Pipard, aus reinem Fruchtsaft, ohne Konzentrat und ohne Zusätze. „Frech, lebendig, temperamentvoll", so beschreiben Pierre-Emmanuel und Xavier ihre Cidre selbst, und weil ihnen auch das Drumherum wichtig ist, trägt das Haus die B-Corp-Zertifizierung. Der Poiré ist dabei der Leiseste im Sortiment, der mit den wenigsten Umdrehungen und dem meisten Zutrauen zur Frucht.
Aus dem Apfelwein der Großeltern ist damit etwas geworden, das du ohne Erklärung auf den Tisch stellen kannst, in einer Flasche, die aussieht, als hätte jemand mitgedacht. Der Tugendhafte. Der Name sitzt.



