Anbieter: Majani Schokolade
Milchschokoladentafel Certosino
Beschreibung
Milchschokoladentafel Certosino nach Bologneser Art
Die Certosino-Tafel von Majani ist eine Milchschokolade mit kandierter Orangenschale, Mandeln, Haselnüssen und kandierter Kirsche. Keine gewöhnliche Nusstafel, sondern die Übersetzung des Bologneser Weihnachtsgebäcks Certosino in eine Tafel von 115 Gramm.
Die Milchschokoladentafel Certosino überträgt das Weihnachtsgebäck der Stadt Bologna auf eine Tafel Schokolade. 14 Prozent kandierte Orangenschalen sitzen darin, dazu 4 Prozent Mandeln, 3 Prozent Haselnüsse und kandierte Kirschen. Hergestellt wird sie bei Majani in Bologna, wo der Certosino zur Weihnachtszeit auf keinem Tisch fehlen darf.
Die Tafel ist dicht besetzt und kaum ein Stück kommt darin ohne Einlage aus, denn die Milchschokolade schmilzt weich, während die Orangenschale mit ihrer Bitterkeit dagegenhält und die Mandel den festen Widerstand liefert. Fruchtig, nussig, weich.
Kandierte Orange gegen weiche Milchschokolade
Der Reiz dieser Tafel entsteht aus dem Gegensatz, denn Milchschokolade allein wäre schlicht süß, doch die kandierte Orangenschale bringt eine Bitternote mit, welche diese Süße sauber auffängt.
Mit 14 Prozent ist die Orangenschale die stärkste Einlage und bestimmt damit den Charakter der ganzen Tafel. Mandeln und Haselnüsse sorgen für das Knacken zwischen den Zähnen, während die kandierte Kirsche hier und da einen dunkelroten Punkt setzt. Weil alle vier Zutaten aus dem Rezept des Certosino stammen, schmeckt die Tafel am Ende wie eine Erinnerung an dieses Gebäck.
Zum Espresso nach dem Essen reicht ein Riegel, denn die Tafel ist gehaltvoller als ihr Format vermuten lässt. Neben einem Glas Vin Santo oder einem Passito kommt die kandierte Orange besonders deutlich heraus. Auf einem Teller mit Mandarinen und Nüssen findet sie ebenfalls ihren Platz. Wer sie verschenken möchte, lässt sie in ihrer roten Hülle, denn die trägt das Nussknackermotiv des ganzen Hauses.
Was der Certosino ist
Der Certosino ist der Weihnachtskuchen Bolognas, ein dichtes Gewürzgebäck mit kandierten Früchten, Mandeln und Honig, welches unter seinem zweiten Namen panspeziale ebenso bekannt ist.
Im Mittelalter buken ihn die speziali, die Apotheker der Stadt, welche über die Gewürze verfügten und daraus ihre Heilmittel bereiteten. Später übernahmen die Kartäusermönche der Certosa das Backen, und weil sie es besonders gut taten, nahm der Kuchen ihren Namen an.
1740 schickten sie ein riesiges Exemplar an Papst Benedikt XIV., und seither gilt er als das Weihnachtsgebäck der Stadt schlechthin. Seit 2003 liegt das offizielle Rezept bei der Handelskammer Bologna.
Bologna und die erste Schokoladenfabrik Italiens
Majani begann 1796 neben der Basilica di San Petronio als Laboratorio delle Cose Dolci und gilt damit als älteste Schokoladenfabrik Italiens, und seither ist das Haus ohne Unterbrechung in Familienhand geblieben.
1832 entstand hier die Scorza, die erste feste Schokolade des Landes, deren Rezept sich bis heute nicht verändert hat. 1878 wurde Majani Hoflieferant der Savoyer, dazu kamen Preise auf den Weltausstellungen in Paris, Wien und Mailand zwischen 1867 und 1881. Heute steht das Werk in Valsamoggia vor den Toren Bolognas, während das historische Ladengeschäft in der Via de' Carbonesi bereits seit 1830 an derselben Adresse liegt.
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