Anbieter: Distilleria Marzadro

Luz Gin

38,50 €21,73 €Im Angebot
Inhalt
Menge

Beschreibung

Luz Gin, neun Pflanzen aus dem Trentino

Der Luz Gin von Marzadro ist ein Trentiner Gin aus neun Pflanzen der Region – von Wacholder und Zitrone bis zu Olivenblatt und Waldmeister. Jede wird getrennt mazeriert und in der Brennblase destilliert. Mit 45 % vol. aromatisch und frisch. Hier in der 700-ml-Flasche.

Der Luz Gin ist der Gin der Distilleria Marzadro: neun Pflanzen, alle aus dem Trentino, einzeln in Alkohol eingelegt und dann gemeinsam gebrannt. Dass ausgerechnet ein Grappahaus einen Gin macht, klingt ungewöhnlich – schmeckt aber schlüssig, denn wer sein Leben lang brennt, weiß, wie man Aromen aus Pflanzen holt. Mit 45 % vol. steht er kräftig im Glas, ohne hart zu sein.

In der Nase ist der Luz frisch und kräutrig, am Gaumen aromatisch, würzig und lang – Wacholder und Zitrone vorn, die Kräuter dahinter. Ein Gin, der nach Süden schmeckt, nicht nach London.

Die neun Pflanzen

Wacholder, Lorbeer, Olivenblatt, Waldmeister, Rosmarin, Salbei, Muskatellersalbei, Gemeine Minze und Zitrone – alle aus dem Trentino.

Diese Liste ist es, die den Luz von den meisten Gins trennt. Wacholder muss sein, sonst wäre es kein Gin; die Zitrone bringt die Frische. Aber Olivenblatt, Waldmeister, Muskatellersalbei und wilde Minze sind keine Botanicals von der Stange – das sind Pflanzen, die im Trentino wachsen, und sie geben dem Gin einen mediterran-alpinen Ton, den ein Standardrezept nicht hat.

Jede der neun wird getrennt mazeriert, also einzeln in Alkohol eingelegt, damit jede ihr Aroma in Ruhe abgeben kann. Erst danach kommt alles zusammen in die klassische Brennblase mit 1000 Litern Fassungsvermögen. Das ist mehr Aufwand als eine gemeinsame Mazeration, aber es ist der Weg, auf dem sich neun Aromen sauber austarieren lassen, statt sich gegenseitig zu überdecken.

Warum ein Grappahaus einen Gin macht

Leonardo Veronesi begann 2013 mit den ersten Versuchen – und experimentierte jahrelang, bis das Rezept stand.

Gin und Grappa sind näher verwandt, als es aussieht: Beide leben davon, dass jemand versteht, wann bei der Destillation der richtige Moment ist, welchen Teil des Brands man behält und welchen nicht. Marzadro bringt dieses Wissen aus über siebzig Jahren Grappa mit, und Veronesi hat es auf die Botanicals angewendet, bis aus vielen Versuchen ein Destillat wurde, das frisch und aromatisch zugleich ist.

Herausgekommen ist ein Gin, der nicht auf die trockene Londoner Schule setzt, sondern auf die Pflanzen der eigenen Region. Wer den Grappa des Hauses kennt, erkennt die Handschrift wieder: Es geht Marzadro immer um die Aromen dessen, was vor der Tür wächst.

Wie du ihn trinkst

Als Gin Tonic, pur auf Eis oder im Cocktail – der Luz kann alle drei.

Im Gin Tonic ist er am zugänglichsten: ein gutes, nicht zu süßes Tonic Water, viel Eis, eine Scheibe Zitrone oder ein Zweig Rosmarin, der die Kräuter im Gin aufgreift. Ein neutrales Tonic ohne eigene Botanicals ist die bessere Wahl, sonst kämpfen zwei Kräuterküchen gegeneinander.

Wer es pur mag, nimmt ihn auf Eis und lässt die neun Pflanzen für sich sprechen. Und im Cocktail bringt er eine kräutrige Tiefe mit, die ein neutraler Gin nicht liefert – im Negroni etwa, wo er gegen Campari und Wermut bestehen muss.

Gebrannt wird in Nogaredo im Etschtal, unweit des Gardasees, wo Sabina Marzadro 1949 mit dem Destillieren begann. Über 75 Jahre später führen Andrea, Anna und Stefano Marzadro das Haus weiter – die Kinder ihres Bruders Attilio, der 1960 übernahm. Was das Haus sonst brennt und ansetzt, steht bei den Marzadro Likören und beim Grappa.

Ein Zweig Rosmarin statt der üblichen Botanicals

Für den Gin Tonic: ein Teil Luz, zwei bis drei Teile Tonic, viel Eis, dazu Rosmarin statt der üblichen Botanicals aus dem Glas – der Zweig holt die Kräuter im Gin nach vorn. Pur gehört er kühl, aber nicht eiskalt ins Glas, damit die neun Pflanzen sich zeigen. Anders als Grappa und Likör hat Gin keinen festen Platz nach dem Essen: Der Luz ist ein Aperitif, kein Digestif.