Anbieter: Cantina Kurtatsch
Grauvernatsch – 2024
Beschreibung
Leichter Grauvernatsch 2024 von der Cantina Kurtatsch aus Südtirol
Der Grauvernatsch 2024 von der Cantina Kurtatsch ist ein leichter Südtiroler Rotwein. Kein schwerer Roter und kein Holzfasswein, sondern ein hellroter Alltagswein aus der heimischen Schiava grigia, welcher gekühlt aus dem Kühlschrank kommt und dabei nichts verliert.
Der Grauvernatsch 2024 von der Cantina Kurtatsch ist ein sortenreiner Vernatsch aus Südtirol, wo diese Rebe seit Jahrhunderten zu Hause ist und außerhalb des Landes kaum jemand sie kennt. Grauvernatsch heißt auf Italienisch Schiava grigia und gilt als der anspruchsvollste Klon einer großen Familie. Mit 12 Prozent Alkohol bleibt er der leichteste Rote im Haus, hell in der Farbe und weich im Gerbstoff.
Kirsche Waldbeere und ein mandeliger Nachhall
Hellrot und beinahe durchscheinend steht er im Glas. Wer an dieser Stelle einen dunklen, dicht gewobenen Roten erwartet hatte, staunt bei diesem Südtiroler zuerst einmal gründlich.
In der Nase sind Kirsche und Waldbeere sofort da, dazu kommt jener kräuterige Zug, den die Sorte fast immer mitbringt. Am Gaumen zeigt er sich saftig, die Tannine bleiben weich und breit, und im Abgang steht die mandelige Bitternote, an welcher man den Vernatsch erkennt.
Gekühlt zu Pizza Wurst und lauen Abenden
Bei 13 Grad aus dem Kühlschrank ist er am richtigen Platz. Die Kühle macht ihn straff und beweglich, wo ihn ein warmes Zimmer innerhalb weniger Minuten breit werden ließe.
Zu einer Pizza mit Salsiccia, zu Pasta mit Tomatensauce und zu einer Brettljause mit Speck und Schüttelbrot steht er genau dort, wo die meisten Rotweine kapitulieren. Die Säure der Tomate stört ihn nicht, weil er selbst genügend Frische mitbringt und sich nirgends in den Vordergrund drängt.
Den weißen Gegenpart aus demselben Keller gibt der Pinot Grigio, und weitere Südtiroler Spezialitäten für die Brotzeit stehen beim Eggerhof aus Südtirol.
Beton statt Holz und gedrosselter Ertrag
Die Reben stehen auf Sand- und Lehmböden mit Dolomit, Tonmineralen und Oxiden. Die luftigen, sonnigen Hügellagen zwischen 300 und 450 Metern geben dem anspruchsvollen Klon genau die Belüftung, die er braucht.
Der Ertrag ist auf 80 Hektoliter je Hektar gedrosselt, was bei einer so willigen Sorte wie dem Vernatsch die entscheidende Vorarbeit im Weinberg darstellt. Wer ihn ungebremst wachsen lässt, bekommt Menge und blasse Farbe, wer ihn zurücknimmt, bekommt dafür Saft und Duft.
Ausgebaut wird er nicht im Holz, sondern im großen Betonfass auf der Feinhefe. Beton atmet ein wenig, gibt aber keinen eigenen Geschmack ab, und deshalb schmeckt dieser Wein nach Traube und nach Boden statt nach Fass.
Der Rote den niemand erklären muss
Ein Spätsommerabend auf der Terrasse, die Flasche zwanzig Minuten im Kühlschrank. Plötzlich trinkt auch der Tisch einen Roten mit, an dem sonst ausschließlich Weißwein eingeschenkt wird.
Dem Vorgängerjahrgang gab James Suckling 92 Punkte, was für einen Wein dieser leichten Klasse eine ungewöhnliche Ansage ist. Getrunken wird er in den ersten zwei Jahren nach der Ernte, denn auf lange Reife wartet er ohnehin nicht. Mehr aus dem Süden des Landes steht im Sortiment der Cantina Kurtatsch. So geht Vernatsch.
Herkunft und Werte
- Herkunft Wein aus Italien
- Anbaugebiet Südtirol - Alto Adige DOC
- Rebsorte Grauvernatsch
- 12.0% vol. Alkohol
- 4.8 g/l Säure
- 2.0 g/l Restzucker



