Anbieter: Chocolat Bonnat

Géants des Brumes – Ouganda 75%

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Beschreibung

Géants des Brumes von Chocolat Bonnat, blumig und hell

Géants des Brumes von Chocolat Bonnat ist eine dunkle Ursprungstafel aus ugandischem Kakao. Ihr Name meint die Riesen im Nebel, die Berggorillas der ostafrikanischen Bergwälder, und im Geschmack liegt über dem dunklen Grund eine helle Blüten- und Melonenspur.

Géants des Brumes gehört zur Collection Particulière von Chocolat Bonnat, jener kleinen Reihe seltener Herkünfte, die nur wenige Händler erreicht. Der Kakao dieser 100-Gramm-Tafel wächst in Uganda an den Bergflanken rund um den Bwindi-Wald, und mit 75 Prozent Kakaoanteil bleibt dem Zucker wenig Raum.

Blüten, Melone und ein ruhiger dunkler Grund

Der erste Eindruck fällt heller aus, als der hohe Anteil erwarten lässt.

Über dem dunklen Kern liegt eine blumige Spur, und wer ihr nachgeht, findet dahinter etwas von reifer Melone, süß und kühl zugleich. Der Bruch klingt trocken, der Schmelz zieht sich lang hin und lässt die Frucht dabei nicht los.

Strenge Bitterkeit hat diese Tafel kaum, sie wirkt eher weit als hart, was bei ostafrikanischen Herkünften selten vorkommt. Lass ein Stück ohne Kaffee daneben zergehen, denn dessen Röstnoten decken die Melone zu, ehe sie sich zeigen kann.

Aus den Bergwäldern am Bwindi

Bwindi heißt der Nebelwald an Ugandas Südwestgrenze, in dem die letzten Berggorillas leben.

An seinen Rändern liegen die Gärten kleiner Erzeuger, die Kakao zwischen Bananen und Schattenbäumen ziehen, oft nur wenige Bäume je Familie. Die Höhe kühlt die Nächte spürbar ab, die Gärung nach der Ernte läuft dadurch langsamer, und je langsamer sie läuft, desto klarer bleiben die hellen Fruchttöne stehen.

In den alten Erzählungen über Kakao kommt Uganda nicht vor, das Land liefert erst seit wenigen Jahrzehnten über den eigenen Bedarf hinaus. Dass Chocolat Bonnat daraus eine sortenreine Tafel macht, bleibt deshalb die Ausnahme.

Den Namen trägt die Tafel nach den Tieren, nicht nach dem Wald: Géants des Brumes, die Riesen im Nebel, so heißen dort die Gorillas, die sich zwischen Bambus und Farnen bewegen. Der Kakao wächst tiefer, in wärmerer Luft, und kommt trotzdem aus derselben Landschaft.

Was die Collection Particulière von der Reihe unterscheidet

Unter diesem Namen fasst Chocolat Bonnat Herkünfte zusammen, von denen im Jahr nur wenige Säcke nach Voiron kommen.

Jede von ihnen wird für sich geröstet, gemahlen und lange conchiert, also gerührt und gewärmt, bis die Masse ihren Schmelz erreicht. Verschnitten wird nichts, weil eine Mischung genau das einebnet, was diese Bohne von jeder anderen trennt.

Weil die Ernte klein ausfällt, unterscheidet sich ein Jahrgang hörbar vom nächsten, mal blumiger, mal deutlicher zur Frucht hin.

Aufbewahrung für eine Tafel mit feinen Tönen

Lagere sie kühl, trocken und im geschlossenen Papier, denn Blütennoten verflüchtigen sich als Erstes.

Zu stillem Wasser oder einem hellen Tee ohne Zucker steht die Blüte am deutlichsten da, während ein kräftiger Rotwein sie überlagert.

Neben Kaffee, Gewürzen oder Käse im selben Schrank nimmt die Masse fremde Gerüche an, und dann geht gerade das verloren, wofür diese Herkunft steht. Ein Stück auf nüchterner Zunge am Vormittag zeigt mehr als eines nach dem Abendessen.

Ähnlich rar ist die goldene Dos Cielos aus Kolumbien, ganz anders gebaut die Les Sirènes von den Philippinen. Die übrigen Ursprünge liegen in der Collection Chocolat Bonnat.