Anbieter: Chocolat Bonnat
Chuao 75% – Zartbitterschokolade
Beschreibung
Chuao von Chocolat Bonnat, dunkel und vielschichtig
Chuao von Chocolat Bonnat ist eine Zartbitterschokolade aus dem Kakao eines venezolanischen Küstendorfs, das nur über das Meer zu erreichen ist. Getrocknete Frucht, florale Töne und weiche, nie harte Bitterkeit lösen einander im Schmelz ab, ohne dass eines das andere zudeckt.
Chuao ist eine Zartbitterschokolade von Chocolat Bonnat aus dem französischen Voiron, gemahlen aus dem Kakao des gleichnamigen Dorfes in Venezuela, mit 75 Prozent Kakaoanteil. Die 100-Gramm-Tafel gehört zu den Grands Crus des Hauses; auf dem Papier steht schlicht Chocolat Chuao.
Getrocknete Frucht, Blüten und dunkle Wärme
Der Anfang schmeckt nach getrockneter Frucht mit feiner Säure, darunter liegt ein warmer, erdiger Grund.
Während das Stück schmilzt, lösen die Aromen einander ab: erst die Frucht, dann die blumige Spur, zuletzt jene Bitterkeit, die sich weich anlegt statt zu kratzen. Für einen so hohen Anteil an gemahlener Bohne bleibt die Masse ungewöhnlich geschmeidig.
Zu kräftigem Kaffee tritt die dunkle Seite hervor, ein gereifter Roter greift dagegen die getrocknete Frucht auf und verlängert sie.
Nimm das erste Stück ohne Begleitung und lass es ganz zergehen, dann liegen alle drei Stufen nacheinander offen. Neben getrockneten Feigen und Datteln wird daraus ein ruhiger Nachtisch für den Abend.
Ein Schluck Wasser dazwischen setzt die Zunge zurück, und das zweite Stück beginnt wieder von vorn.
Ein Dorf, das nur das Meer erreicht
Chuao liegt an der venezolanischen Küste, eingeklemmt zwischen Bergen und Wasser, und keine Straße führt dorthin.
Wer die Ernte abholen will, kommt mit dem Boot. Die Früchte werden im Ort geöffnet und fermentiert, danach trocknen die Bohnen auf dem gepflasterten Platz vor der Dorfkirche in der Sonne, so wie seit Generationen. Im Ort leben wenige hundert Menschen, und die Kakaogärten beginnen unmittelbar hinter den Häusern.
Schon im achtzehnten Jahrhundert war dieser Kakao an europäischen Höfen begehrt und wurde entsprechend teuer gehandelt; bis heute steht der Ortsname für eine der bekanntesten Herkünfte überhaupt.
Die Mengen bleiben klein, alles läuft über Handarbeit, und nur wenige Häuser bekommen überhaupt Bohnen von dort. Chocolat Bonnat mahlt sie für sich allein, ohne andere Herkünfte beizumischen.
Der Boden ist dunkel und feucht, das Klima gleichmäßig warm, und beides zusammen prägt den Charakter, den man in der Tafel wiederfindet.
Warum ein einzelnes Dorf eine eigene Tafel bekommt
Handelsware wird üblicherweise nach Ländern sortiert, hier reicht die Herkunft bis auf wenige Kilometer Küste hinunter.
Je enger die Herkunft gefasst ist, desto deutlicher zeigen sich Boden, Sorte und Fermentation im Geschmack; verschnitten mit anderen Ernten verschwindet dieser Unterschied sofort. Genau deshalb steht der Ortsname auf dem Papier und nicht der Landesname. Wer zwei venezolanische Herkünfte nebeneinander probiert, hört danach auf, von Schokolade im Allgemeinen zu sprechen.
Lagere sie kühl, trocken und im geschlossenen Papier, denn die floralen Töne sind das Erste, was bei Wärme verloren geht.
Zimmerwarm serviert zeigt sie mehr als kalt, deshalb nimm sie eine halbe Stunde vorher aus dem Vorratsschrank.
Venezuela in weiteren Herkünften
Aus demselben Land kommen die feine Porcelana und die kräftigere Puerto Cabello. Alle weiteren Herkünfte stehen in der Collection Chocolat Bonnat.



