Anbieter: Lurisia Limonade
Chinotto – Bitterorangen Limonade
Beschreibung
Chinotto von Lurisia herb dunkel und wunderbar bitter
Chinotto ist die dunkle Zitruslimonade Italiens, gemacht aus einer kleinen Bitterorange von der ligurischen Küste. Bei Lurisia kommt der Aufguss aus dem Slow-Food-Presidio Savona. Keine Kräuterbrause, kein Malzgetränk – eine Limonade, welche zuerst bitter denkt und dann erst süß.
Die Chinotto Bitterorangen Limonade von Lurisia ist der Klassiker unter den italienischen Zitruslimonaden. Ihren Namen trägt sie nach der Chinotto, einer myrtenblättrigen Bitterorange, welche seit dem 16. Jahrhundert an der Riviera di Ponente wächst. Wer sich fragt, was Chinotto auf Deutsch bedeutet – die Antwort steht hier in 275 Millilitern im Glas.
Dunkel steht sie darin, fast wie kalter Tee, und dahin geht auch der erste Schluck: Zitrusschale, ein Anklang von Karamell, darunter jene feine Herbe, welche der Frucht ihren Ruf gemacht hat. Diese Limonade klebt nicht. Sie kühlt.
Erst die Herbe dann die Frucht dann ein langer Nachhall
Die Bitterkeit der Chinotto Bitterorangen Limonade kommt aus der Frucht selbst, nicht aus einem Zusatz – deshalb schmeckt sie herb und rund, nie scharf oder metallisch.
Im Duft liegen Orangenschale und gerösteter Zucker, welcher der Limonade zugleich ihre dunkle Farbe gibt. Am Gaumen wird es zuerst fruchtig, dann herb, dann bleibt ein langer, zitrusbitterer Nachhall. Die Kohlensäure ist fein und zurückhaltend, sie trägt die Frucht, statt sie zu übertönen. Bitter, fruchtig, kühl – so trinkt Italien seit Jahrzehnten.
Auf Eis mit einer Scheibe Orange zum Aperitivo
Chinotto gehört in Italien zum Nachmittag wie der Espresso zum Morgen: pur, gut gekühlt, gern auf Eis und mit einer Scheibe Orange am Glasrand. Ein Stielglas darf es ruhig sein, ein schweres Tumblerglas tut es auch.
Die Herbe macht sie zur guten Begleiterin für alles Salzige. Sie steht gut zu Antipasti und Eingelegtem, zu Oliven, zu einem Stück Pecorino, und in der Aperitif-Runde ist sie die alkoholfreie Alternative, wenn jemand am Tisch beim Wasser bleiben möchte. Bei 6 bis 8 Grad servieren, dann sitzt die Bitternote am schönsten.
Als Mixer macht sie sich ebenfalls gut, klassisch mit einem Schuss Amaro oder einem Spritzer Zitrone. Wer die Chinotto-Note lieber herber und mit Chinin mag, findet sie im Tonic Water aus demselben Haus – dort steckt gut das Fünfundzwanzigfache an Chinotto-Aufguss.
Eine Frucht aus Savona seit 2004 unter Slow-Food-Schutz
Die Chinotto ist keine gewöhnliche Bitterorange, sondern eine eigene Zitrusart mit schmalen, myrtenähnlichen Blättern und kleinen Früchten, kaum größer als ein Tischtennisball.
Ein Seefahrer aus Savona soll sie im 16. Jahrhundert aus China an die ligurische Küste gebracht haben, wo sie seit 1500 zwischen Varazze und Pietra Ligure wächst. Bis in die Jahre um 1925 lebte ein ganzer Küstenstrich von ihr, dann kamen Frostwinter und billigere Importe, und die Bäume verschwanden fast vollständig. Was blieb, waren ein paar hundert Pflanzen und einige Familien, welche nicht aufhören wollten.
Seit 2004 steht die Chinotto di Savona als Slow-Food-Presidio unter Schutz, damit Anbau und Verarbeitung nicht abreißen. Geerntet wird von Mitte September bis Ende November, von Hand, Frucht für Frucht, weil die dünne Schale keine Maschine verträgt. Genau von dort bezieht Lurisia den Aufguss für diese Limonade.
Eine Limonade, welche eine fast verlorene Kulturpflanze am Leben hält – das gefällt uns. Wenn du dich durch die Sorten probieren möchtest, findest du im Lurisia Sortiment auch die Gazzosa mit Amalfi-Zitrone und die Aranciata Rossa aus sizilianischen Blutorangen. Die Chinotto Bitterorangen Limonade ist der herbste Auftritt davon. Salute.
Preis zzgl. Pfand



